Der sphärische Malgrund – eine andere symbolische Form

 

Im westliches Kulturkreis wird die Planfläche als Träger einer naturalistischen Abbildung als selbstverständlich angenommen. Gelegentliche Abweichungen im Lauf der Kunstgeschichte oder in modernen bildgebenden Verfahren können dieses Paradigma nicht erschüttern. Das allgemeine Einvernehmen über das Abbild auf der Planfläche basiert letztendlich auf der euklidischen Optik und dem geometrischen Raum, die im antiken Griechenland entwickelt worden sind. In der italienischen Renaissance dienen diese Systeme als Grundlage für die Entwicklung einer perspektivischen Abbildungsmethode, die bis in unsere Zeit in Gestalt der modernen Fotografie präsent ist.

 

Auch wenn die reine Vorstellung vom euklidischen Raum aus der Wahrnehmung abgeleitet ist, kann sie mit unserem Blick auf die Welt nur zum Teil in Deckung gebracht werden. Angesichts der tatsächlichen Bedingungen in der Natur erscheinen die Axiome der Geometrie regelrecht gerade gebogen. In der Konsequenz beinhaltet die lineare Perspektive zwangsläufig einen hohen Grad an Abstraktion, weil ihre theoretische Grundlage bereits abstrakt ist.

 

Wenn wir uns umschauen, stellen wir fest, dass wir von der Welt umgeben sind. Diese Anschauung hat ihr Zentrum jeweils in unserem Bewusstsein, das individuell und nicht übertragbar ist. Der Blick in diesen Raum kann nicht auf einer Planfläche abgebildet werden. Aus unseren physiologischen Gegebenheiten ergibt sich zwangsläufig die Form einer sphärischen Oberfläche.

 

In Opposition zum geometrischen Raum habe ich beschlossen, die physiologische Optik zur Grundlage und zum Träger meiner Malerei zu machen.

(Eine ausführliche Darstellung dieses Themas gibt es unter TXT)

 

The spheric paintingground – an other symbolic form

 

In western culture the plane as a carrier of a naturalistic image is common. Departures in art history or in modern picture systemes can not change this paradigma. The agreement on the picture on a plane is finaly based on the euclidian optic and the geometric space, developed in ancient greece. In the italien Renaissance these systemes are taken as a fundament for the creation of a perspective method that is still present in the modern photography of our times.

 

Even when the pure imagine of the euclidic space is deducted from perception, it does not compare completely to our view on the world. Facing the true conditions of nature, the straightness of the geometric axiomes is not realistic. In a consequence there is a high grad of abstraction in the linear perspective, because its theoretic ground is already abstract.

 

When we take a look around we find that we are surrounded by the world. This idea got its center in our consciousness, that is individuell and not transferable. The view at this space can not be presented on a plane. Our physiological conditions lead consequently to a spheric surface.

 

In opposition to the geometric space I have chosen to use the physiologic optic as a basement and the carrier of my painting.